Beijing´s Restaurants – ein guide zur Hungerprävention

Verhungern sollte angesichts der dichten Besiedelung Pekings mit Restaurants eigentlich unmöglich sein – Die Tägliche Nahrungsaufnahme kann aber auch genau wegen der Vielzahl an Möglichkeiten zu einer echten Herausforderung werden. Hat man erst einmal die sichere Isolation des Campus verlassen, findet man sich umringt von chinesischen Menükarten und das „einfach mal testen“ ist oft eine eher schlechte Idee – es sei denn man hat eh zu viel Geld und legt keinen zu großen Wert auf den Geschmack. Nach ein paar wirklich schlechten Restaurantwahlen meinerseits, bin ich regelrecht abhängig von meinem Reiseführer geworden. Die Qualität meines Essens hat sich durch die Empfehlungen schnell rasant gesteigert. Auch wenn ich so ein neues Level der Spießigkeit erreicht habe, jedes Mal, wenn ich das Essen dann vor mir habe und einfach nur Glücklich bin, keine versteckten Hühnerfüße unter einem Berg von Knochen finde ist es jedes bisschen Spießigkeit wert gewesen.

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Foodmarkt in Peking.

 

Ein  genereller Tipp für das Essen in Peking:

Lieber mal abseits der Hauptstraßen schauen. An den Hauptstraßen, wo sich riesige Restaurants aneinander reihen sind die Preise oft überteuert und das Essen eher durchschnittlich. Wenn man keine Empfehlungen hat und auf der Suche nach etwas sauberem mit netter Atmosphäre kann man sein Glück in einem der vielen Einkaufszentren versuchen in denen man fast sicher einen hübschen Platz zum Essen findet. Ein weiterer Punkt auf den man achten sollte: es gibt in vielen Restaurants eine Karte mit Smileys an der Wand, die Auskunft über die Hygiene geben. Hat das Restaurant der Wahl keine dieser Hinweistafeln lieber woanders hin.

Ansonsten hier noch einige meiner Lieblingsplätze in Peking und Dinge, die man unbedingt mal testen sollte, wenn man in der Stadt ist – Mal abgesehen der obligatorischen Pekingente.

Das Najia Xiaoguan (那家小馆) ist ein Restaurant der mittleren Preiskategorie und sehr schön eingerichtet. Auf jeden Fall das Richtige um den Heimatbesuch mal richtig in Peking auszuführen. Die Speisekarte ist bebildert und die Kellner können sogar ein wenig Englisch. Also beste Voraussetzungen für einen entspannten Abend. Unbedingt ein Auberginengericht ausprobieren! Ich kenne kaum einen Austauschstudenten, der die chinesischen Auberginengrichte nicht liebt.

Und noch ein weiterer Tipp, nicht so schick, aber sehr authentisch und gut. Leider habe ich keine Fotos von der Lammkeule, die wir in hier gegessen haben. Ich möchte das Tan Hua KaoYangTui – Restaurant aber trotzdem erwähnen. Erstens, weil das Fleisch wirklich unglaublich gut war und zweitens, weil der Service trotz Verständigungsprobleme sehr bemüht war. Man hat uns hilf- und ahnungslosen Europäern sogar beim Grillen der Keule geholfen – wahrscheinlich aus Angst, dass wir sonst das gute Fleisch ruinieren. Man kommt sich zwar vor, wie ein kleines Kind, aber der Spaßfaktor wird so noch einmal gesteigert, wenn man drei lachende Kellner vor sich stehen hat, die einem die Grillzange aus der Hand nehmen und das Fleisch lieber selber wenden.

Eigentlich grillt jede Gruppe das Fleisch und das Gemüse auf dem in der Tischmitte eingelassenen Grill selber. Also, einfach mal testen und auf alles zeigen, was am Nachbartisch gut aussieht, die Bedienung wird einem mit Sicherheit etwas Leckeres bringen.

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Und ein letzer Tipp:  Das ZhangMa Ma TeSe ChuanWei Restaurant (Sichuan-Küche). Von außen ist es eher unscheinbar und eigentlich nur erkennbar an der Menge von Chinesen, die davor warten, um endlich einen Platz zu bekommen. Mein erster Gedanke, als ich hierher regelrecht mitgeschleift wurde war – Oh Gott ernsthaft?… es ist soooo voll und eng. Aber das vergisst man, wenn man nach mind einer halben Stunde endlich sitzt und das wirklich gute Essen vor sich stehen hat. Die Karte ist nur auf Chinesisch, aber man überlebt auch ohne Sie lesen zu können, einfach auf das Essen an anderen Tischen zeigen oder ihr bestellt folgendes:

伤心凉粉 (kalte Speise, scharf, aber sehr sehr gut)

回锅肉 (Ein Schweinefleischgericht)

中​水饺 (Dumplings in einer typischen Sichuan-Öl Sauce)

Dazu wer mag noch ein wenig Reis bestellen (米饭) und gegen die Schärfe entweder die Erdnuss-milch oder das Bohnen-muß aus dem Kühlschrank holen (hier ist Selbstbedienung). Die angegebene Portion reicht locker für 2 Personen (sofern man kein Chinese ist, die anscheinend Essen auf magische Weise in Ihrem Körper verschwinden lassen können) – wir sind danach fast nach Hause gekugelt.

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